
„Ich freue mich sehr, dass der Caritasverband Offenbach seinen Mitarbeitern nun die gesunde und umweltbewusste Möglichkeit des Fahrrad-Leasings anbieten kann. Das Schöne am JobRad ist: Jedes Fahrradmodell kann, bis zu einer gewissen finanziellen Obergrenze, ein JobRad sein. Und es darf über die Arbeit hinaus auch privat genutzt werden – im Alltag, im Urlaub, beim Sport, wie man möchte“, sagt Tanja Harde, stellvertretende Personalleiterin im Caritasverband Offenbach. Harde organisiert federführend das neue Benefit-Angebot für die Mitarbeitenden. „Und ich freue mich besonders, dass wir so schnell unsere erste JobRadlerin gefunden haben“, ergänzt sie.
Die stellvertretende Personalleiterin lässt es sich nicht nehmen, bei der Übergabe des ersten JobRads an eine Mitarbeiterin in Kelsterbach dabei zu sein. Die Begeisterung, dass das Projekt jetzt umgesetzt wird, teilt sie mit Andrea Bartholomäus, der stellvertretenden Vorsitzenden der Mitarbeitervertretung des Caritasverbands Offenbach. Die Mitarbeitervertretung hatte das Projekt in Gesprächen mit dem Vorstand angeregt. „Meine besondere Freude besteht darin, dass es sogar eine direkte Kollegin von mir ist, die das allererste JobRad erhält“, sagt Bartholomäus beim Übergabetermin.
Das erste JobRad geht nach Kelsterbach

Die erste JobRadlerin ist Erzieherin in der Schulkindbetreuung in Kelsterbach und zudem Ausbildungskoordinatorin. Wenn es das Wetter zulasse, nutze sie statt des Autos ihr Fahrrad für den Arbeitsweg, erzählt sie. „Bisher konnte ich leider erst einmal mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren, da es zuvor häufig geregnet hat und die Temperaturen zuletzt sehr hoch waren. Diese erste Fahrt hat mir jedoch viel Freude bereitet. Ich bin dem Sonnenaufgang entgegengefahren und konnte den Arbeitsweg ganz anders genießen.“
Wunschrad zu attraktiven Konditionen
Als JobRad hat sich die junge Frau nun ein E-Mountainbike ausgesucht. Das Modell soll die Geländetauglichkeit eines Mountainbikes mit der Alltagstauglichkeit eines Trekkingrads verbinden, denn privat möchte die Mitarbeiterin mit dem E-Bike auch Radtouren und Picknick-Ausflüge gemeinsam mit ihrem Partner unternehmen. Finanzielle Gründe hätten bei der Entscheidung ebenfalls eine Rolle gespielt, sagt sie: „Ein großer Vorteil des JobRad-Leasings ist für mich, dass ich das Fahrrad über die Caritas zu besonders attraktiven Konditionen erhalte. So kann ich mir mein Wunschfahrrad deutlich günstiger als bei einem Direktkauf ermöglichen. Außerdem spare ich Benzinkosten.“
Demoday im Caritaszentrum Offenbach informierte über das neue Angebot
Damit sich interessierte Mitarbeitende umfassend über das neue Dienstrad-Angebot informieren konnten, hatte die stellvertretende Personalleiterin Harde ein paar Tage zuvor zu einem „Demoday“ ins Caritaszentrum Offenbach eingeladen. An einem Dienstagmittag im Juni verwandelte sich die Terrasse des Altenpflegeheims St. Elisabeth in eine Mini-Fahrradmesse. Wo sonst Rollatoren und E-Rollstühle ein Stelldichein haben, standen an diesem Tag Fahrräder. Von preiswerten, pflegeleichten E-Bike-Einstiegsrädern über Tourenräder bis hin zu hochwertigen Sporträdern mit und ohne Elektro-Unterstützung konnten Modelle begutachtet und ausprobiert werden.
Vom E-Bike bis zum Rennrad: Ausprobieren ist erwünscht

Die kleine, aber feine Radauswahl stammte vom Fahrradhändler „threeaok“ aus Dreieich – einem von über 6.500 Fachhändlern, mit denen JobRad deutschlandweit kooperiert. Bei diesem oder einem der anderen Händler können sich Caritas-Mitarbeitende ihr individuelles Leasingrad aussuchen und bestellen, wenn sie sich für das JobRad-Leasing entscheiden.
Während am Demoday der Inhaber und Zweiradmechanikermeister von threeoak Fragen zu Radmodellen und deren Ausstattung beantwortete, erklärte der zuständige Großkunden-Regionalleiter von JobRad die Rahmenbedingungen zum Fahrrad-Leasing sowie die nötigen Schritte bis zum eigenen JobRad.
So funktioniert das JobRad-Leasing
„Das Leasing funktioniert unkompliziert“, betonte der JobRad-Regionalleiter. Während der 36-monatigen Leasingdauer verzichten die Mitarbeitenden monatlich auf einen kleinen Teil ihres Bruttogehalts in Höhe der Leasingrate. Der Caritasverband Offenbach überweist diese Rate direkt an den Kooperationspartner JobRad, mit dem er einen Vertrag abgeschlossen hat. Es handelt sich dabei um eine Gehaltsumwandlung in eine Sachleistung.
Davon profitieren die Mitarbeitenden auch finanziell. Da die Leasingrate im Rahmen der Gehaltsumwandlung direkt vom Bruttogehalt abgeht, fallen auf diesen Betrag keine Steuern und Sozialabgaben an. Dadurch reduziert sich die monatliche finanzielle Belastung gegenüber einem herkömmlichen Fahrradkauf häufig deutlich. Wer möchte, kann sich die individuelle Einsparung über das JobRad-Internetportal ausrechnen lassen.
Die stellvertretende Personalleiterin Harde wies darauf hin, dass der Verband als Dienstgeber zusätzlich die Kosten für ein Rundum-Sorglos-Versicherungspaket übernehme. Dazu gehören eine Vollkaskoversicherung und eine Mobilitätsgarantie, so dass die JobRadlerinnen und -Radler ihre Fahrräder jederzeit gut abgesichert nutzen können.
Viele gute Gründe sprechen fürs JobRad – das Interesse ist geweckt

Über Mittag kamen etliche Mitarbeitende aus Verwaltung, Pflege, Betreuung und Kitas vorbei, um sich zu informieren. Manche unternahmen direkt eine kleine Probefahrt, Fahrradhelme gab es zum Ausleihen. Sowohl das Fitness-Argument als auch der finanzielle Vorteil sprächen für das JobRad, war zu hören. Eine Mitarbeiterin sagte: „Ich will mich mehr bewegen und fit bleiben. Schon seit einiger Zeit überlege ich deshalb, mir ein E-Bike zu kaufen. Ich hatte sogar angefangen, darauf zu sparen – dann aber das Geld doch für etwas anderes ausgegeben. Deshalb kommt mir so ein Leasing-Finanzierungsmodell wie von JobRad entgegen.“ Ein anderer Mitarbeiter ließ sich die technische Ausstattung eines Superleicht-Rennrades genau erklären. Für den Arbeitsweg nutze er häufig ein Fahrrad in Kombination mit der S-Bahn. „Die Ausstattung der Räder ist individualisierbar“, erklärte der Fahrradexperte von threeoak.

Auch die stellvertretende Personalleiterin Tanja Harde schwang sich für eine Probefahrt in den Sattel eines E-Bikes. Sie hofft, ebenso wie die Mitarbeitervertretung (MAV) des Verbandes, dass künftig viele Kolleginnen und Kollegen dem Beispiel der Kelsterbacher Mitarbeiterin folgen, sich ein JobRad zulegen und ressourcenschonend den Arbeitsweg antreten werden – manche vielleicht bei Sonnenaufgang.