URL: www.caritas-offenbach.de/presse/sozialminister-gruettner-besucht-caritas
Stand: 31.10.2018

Pressemitteilung

Sozialminister Grüttner besucht Caritas-Projekt SoNAh in Offenbach

 

Offenbach. Unterstützung von Senioren im Quartier und mehr ehrenamtliches Engagement - das sind erste Ergebnisse des Projekts "Sozialraumorientierte Netzwerke in der Altenhilfe" (SoNAh), die die Caritas im Bistum Mainz am Dienstagnachmittag Stefan Grüttner, Hessischer Minister für Soziales und Integration, vorstellte. "Solche Netzwerke unterstützen ältere Menschen dabei, im vertrauten Wohnumfeld so lange wie möglich selbstständig und selbstbestimmt leben zu können und wirken der drohenden Vereinsamung vieler älterer Menschen entgegen", erklärte Minister Grüttner am Projektstandort Offenbach-Lauterborn.  "Wir konnten viele Bürger gewinnen, die sich einbringen und Leben miteinander gestalten", sagte Diözesancaritasdirektor Thomas Domnick.

Seit dem Start von SoNAh vor gut zweieinhalb Jahren entstanden an den 13 Standorten (sieben in Hessen und sechs in Rheinland-Pfalz) mehr als 100 Aktionen und Projekte. Rund 1000 Menschen brachten sich ein, um ihren Stadtteil weiter zu entwickeln. In Offenbach-Lauterborn zum Beispiel entstand 2013 die "Lauterborner Küche". Hier kochen zwei bis drei Ehrenamtliche einmal die Woche für Senioren aus der Nachbarschaft. "Die Besucher knüpfen hier neue Kontakte und verabreden sich zu gemeinsamen Unternehmungen", sagte Ingrid Wittfeld, die das Projekt in Offenbach leitet.

Auch in Rödermark beginnt SoNAh, Früchte zu tragen. Hier wurden zwölf Seniorenlotsen geschult, die älteren Menschen helfen, ihren Alltag besser zu bewältigen. Sie stellen zum Beispiel Kontakte her oder unterstützen bei Schriftwechseln oder Behördengängen.

 "Von den neu geknüpften SoNAh-Netzwerken profitieren alle Beteiligten", sagte Domnick. Das Projekt brauche aber noch Zeit. "Ziel der zweiten Projektphase bis 2018 ist es, das Erreichte langfristig zu sichern. Damit das Engagement nachhaltig wirken kann, müssen die Strukturen vor Ort gesichert werden."

In der ersten Projektphase (2012 bis 2014) hatten der Caritasverband für die Diözese Mainz und die Wilhelm Emmanuel von Ketteler-Stiftung jeden SoNAh-Standort mit jährlich rund 20.000 Euro gefördert. In der zweiten Projektphase soll eine Förderung in dieser Höhe fortgesetzt werden. Außerdem bewerben sich derzeit weitere Einrichtungen um eine Teilnahme am Projekt.

Die hessischen Projektstandorte liegen in Bensheim, Bürstadt, Einhausen, Friedberg, Gießen, Offenbach und Rödermark. In Rheinland-Pfalz findet man SoNAh in Bingen, Gau-Algesheim, Mainz-Drais/Lerchenberg, Mainz-Mombach, Wörrstadt und Worms.