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Stand: 20.09.2018

Pressemitteilung

Sonnenschein, Festprogramm, Gartenflair: Caritas feiert Familienfest bei hochsommerlichen Temperaturen

Offenbach.

Zum traditionellen „Familienfest“ hatte die Caritas zusammen mit dem Kinderhaus Jona des St. Vincenzstifts eingeladen. Nach der Gottesdienstfeier in St. Peter mit anschließender Fronleichnamsprozession traf man sich ab 12 Uhr im „Garten der Generationen“, der sich zwischen dem Caritas-Altenpflegeheim St. Ludwig und dem Kinderhaus Jona in Lauterborn befindet. Auch Bischof James Romen Boiragi von der Diözese Khulna in Bangladesch, der in diesem Jahr den Fronleichnamsgottesdienst mit den Offenbacher Katholiken feierte, ist der Einladung zum Familienfest gerne gefolgt.

Während die Kinder Wasserspiele am Spielplatz eroberten, suchten sich Senioren ein Schattenplätzchen im Festzelt oder unter Sonnenschirmen. Jüngere Besucher machten es sich unter Bäumen auf der Wiese bequem. Bei herzhaften Grillspezialitäten und kühlen Getränken konnten sich die Gäste stärken, bevor das bunte Programm mit einem musikalischen Highlight startete.

Gustav Faschung, Caritasmitarbeiter und Solist im Offenbacher Musicalprojekt „Broken Hartz“, präsentierte ausdrucksstark den Musical-Song „Mister 50 Prozent“, in dem es um prekäre Zeitarbeit geht. Es folgte der Titel „Luise34“ – eine Liebeserklärung an das gleichnamige Caritas-Sozialkaufhaus in der Luisenstraße, Hausnummer 34. Bietet es doch seit nunmehr elf Jahren mit Qualifizierungsmaßnahmen Langzeitarbeitslosen eine zweite Chance. Am Keyboard begleitete Thomas Gabriel, Initiator des Musicals „Broken Hartz“.

Die anschließende offizielle Begrüßung nutzte Caritasdirektor Michael Klein, um seine neue Vorstandskollegin Christiane Leonhardt-Içten den Festbesuchern vorzustellen. Caritasdirektorin Leonhardt-Içten hat ihre Arbeit im Mai aufgenommen. Sie wird den Geschäftsbereich von Caritasdirektor Bernd Bleines übernehmen, der Ende August in den Ruhestand verabschiedet wird. „Ich fühle mich bisher sehr wohl in Offenbach, denn die Menschen hier sind sehr offen und haben mich bisher überall herzlich empfangen“, sagte sie. Besondere Grußworte richteten Vorstand und Bereichsleiterin Katja Roßwog zudem an Ehrengast Bischof Boiragi. Er stattete mit großem Interesse den beiden Altenpflegeeinrichtungen einen Besuch ab, den Heimleiterin Roßwog und eine Pflegerin begleiteten.

Am Nachmittag sorgte Stimmungsmusiker „Schlager-Rolf“ für gute Unterhaltung: mal am Keyboard, mal mit Akkordeon inmitten der Gäste. Auf die Frage „Wollt Ihr Bewegungslieder?“ verzichte er an diesem heißen Tag, verkündete er. Dem Publikum – einige Besucher hatten sich Fächer mitgebracht – war es recht. Mitreißende Tanzrhythmen gab es später dennoch: Die Line-Dance-Gruppe der Mühlheimer Sport-Union brachte bei ihrem Auftritt so manchen Zuschauer zum Mitwippen und Schwingen. Das Tanzensemble – mit Mitgliedern gefühlt von 8 bis 88 Jahren – bot eine Show für Jung und Alt.

Entspannter ging es bei den Info-Ständen zu. Wunderschöne Töpferwaren zeigte Jutta Häfner. Alles selbst gefertigt in den Töpfergruppen der Altenpflegeheime St. Elisabeth und St. Ludwig: vom Halsanhänger bis zur Obstschale. Seit Jahrzehnten leitet sie dieses wöchentliche Kreativangebot – und stets findet sich eine Gruppe von etwa fünf bis zehn Senioren ein, um mitzumachen. „Manche Bewohner sind anfangs unsicher und trauen sich nicht viel zu. Wenn sie dann die Ergebnisse sehen, sind sie begeistert“, erzählt die freischaffende Künstlerin.

Ein paar Meter weiter hatten die „Seniorenlotsen“ aus Lauterborn den „Senioren-Hilfsmittel-Koffer“ mitgebracht. Sein Inhalt entpuppte sich als wahre Fundgrube: Von A wie Anti-Rutsch-Unterlage bis Z wie Zugring-Dosenöffner gibt es viel mehr hilfreiche Artikel für den Seniorenalltag als man denkt. „Gerne einfach mal ausprobieren“, ermutigte Ingrid Wittfeld, Projektleiterin von „Aktiv Altern im Lauterborn“, die Standbesucher. Im Stadtteilbüro bieten die Seniorenlotsen regelmäßig Sprechstunden an zu Fragen rund ums Alter.

Nützliches und gleichzeitig Schönes präsentierte auch der Stand vom Projekt „Aufbruch Süd“: Stoff-Einkauftaschen, Kosmetiktäschchen, Schlüsselanhänger und einiges mehr an Produkten, die in der Nähstube des Projekts gefertigt wurden. „Aufbruch Süd qualifiziert und unterstützt Frauen aus dem Senefelder Quartier bei der Arbeitssuche“, informierte Judith Dethlefsen-Wehr von der Caritas.

Nach einem Bummel entlang der Stände blieb vielleicht noch Zeit für Kaffee und Erdbeerkuchen oder ein Eis. Dann hieß es für viele Besucher: Kinder einsammeln, die gerade Trampolin sprangen, Papierschmetterlinge bastelten oder die Tretroller des Hyundai-Spielmobils ausprobierten. Und ab nach Hause ging es, bevor gegen Festende die ersten Regentropfen fielen.