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Stand: 31.10.2018

Pressemitteilung

19 neue Integrationslotsen für Rodgau und Seligenstadt qualifiziert: Feierliche Überreichung der Abschlusszertifikate

Als Brückenbauer zwischen den Kulturen werden sie zugewanderte Familien begleiten und ihnen bei den unterschiedlichsten Alltagsfragen mit Rat und Tat zur Seite stehen. Erneut haben sich im Rahmen einer dreimonatigen Schulung zehn Frauen und neun Männer für diese ehrenamtliche Aufgabe qualifiziert.

Am Freitag, den 9. November, überreichten Michael Schüßler, Erster Stadtrat von Rodgau und Michael Gerheim, Erster Stadtrat von Seligenstadt, den künftigen Lotsen die Ab-schlusszertifikate im Rahmen einer Feierstunde im Sozialzentrum in Nieder-Roden. Im Anschluss luden die Absolventen ihre Gäste, darunter auch Integrationslotsen, die bereits seit Längerem im Einsatz sind, dazu ein, den Nachmittag bei einem selbst zubereiteten internationalen Buffet ausklingen zu lassen.

„Wir freuen uns besonders, dass sich wieder sehr viele Bürger mit eigenem Migrationshin-tergrund für dieses freiwillige Engagement gemeldet haben. Sie bringen ihre interkulturellen Erfahrungen und umfassende Kenntnisse über Integrationsabläufe in die Arbeit mit ein. Das sind Kompetenzen, die für die Begleitung zugewanderter Menschen enorm wichtig sind“, sagt Ehrenamtskoordinatorin Karin Effenberger vom Caritasverband Offenbach. Die Schu-lungsteilnehmerinnen und -Teilnehmer sind zwischen 19 und 57 Jahre alt. Zu den Her-kunftsländern der Teilnehmer mit Migrationshintergrund zählen Afghanistan, Syrien, Tunesien, Pakistan, Iran, Irak, Äthiopien und die Türkei.

Der Caritasverband Offenbach organisiert und koordiniert den Einsatz von Integrationslotsen in Rodgau und in Seligenstadt. Im Herbst 2017 wurde bereits eine erste Staffel Integrationslotsen erfolgreich ausgebildet. Zu den Schulungsinhalten gehören Themen wie Ehrenamt, kulturelle Vielfalt, rechtliches Basiswissen, Bildungs- und Erziehungssystem in Deutschland, Kommunikation und Gesprächsführung und das Konzept der Sozialraumorientierung.

Auch ein Treffen mit praxiserfahrenen Integrationslotsen sah der Lehrplan vor. Denn das Vermitteln von Faktenwissen ist nur ein Teilaspekt des Lehrgangs, betont Christiane
Leonhardt-Içten, Direktorin des Caritasverbands Offenbach. Vor allem sollen die künftigen Lotsen darin geschult werden, ihre sozialen und kommunikativen Fähigkeiten zu erkennen und mit Blick auf ihre Aufgabe weiterzuentwickeln. „Es ist ein übergeordnetes Ziel des Lotsenprojekts, einen Gruppenprozess zwischen Menschen aus verschiedenen Herkunfts-ländern anzuregen und ein Netzwerk zu bilden. Es geht sowohl während der Schulungsphase als auch später bei der Lotsentätigkeit darum, miteinander ins Gespräch zu kommen, Verständnis füreinander aufzubringen, unterschiedliche Lebensweisen anzuerkennen sowie Eigeninitiative und Selbsthilfe zu fördern“, erklärt sie.