Kreis Groß-Gerau

Vielfältige Angebote an vier Standorten

Sie finden im Kreis Groß-Gerau eine breite Palette von Angeboten der Caritas an folgenden vier Standorten.

Caritaszentrum Rüsselsheim / Dicker Busch

Virchowstraße 23
65428 Rüsselsheim
Telefon (0 61 42) 40 96 7 - 0
Telefax (0 61 42) 40 96 7 - 440
E-Mail: caritaszentrum-dicker-busch@cv-offenbach.de
Öffnungszeiten:
Mo., Di., Do. und Fr. 8.30 Uhr - 12.00 Uhr
Mi. vormittags geschlossen
Mo, Di und Mi. 13:00 Uhr bis 17:00 Uhr
Do. 13:00 Uhr bis 19:00 Uhr
Fr.  13:00 Uhr bis 15:00 Uhr
ALB-Sprechstunde: Do. 09:00 Uhr - 12:00 Uhr

Caritaszentrum Rüsselsheim / St. Georg

Goethestraße 2
65428 Rüsselsheim
Telefon (0 61 42) 3 30 90 - 0
Telefax (0 61 42) 3 30 90 - 613
E-Mail: caritaszentrum-st.georg@cv-offenbach.de
Öffnungszeiten:
Termine nach Vereinbarung

Caritaszentrum Kelsterbach

Walldorfer Straße 2B
65451 Kelsterbach
Telefon (0 61 07) 407945
Telefax (0 61 07) 9813593
E-Mail: caritas-kelsterbach@cv-offenbach.de
Öffnungszeiten:
Termine nach Vereinbarung

Caritasnetzwerk Gernsheim

Riedstraße 26
64579 Gernsheim
Telefon (0 62 58) 40 97
Telefax (0 62 58) 90 39 314
E-Mail: caritasnetzwerk-gernsheim@cv-offenbach.de
Öffnungszeiten:
Termine nach Vereinbarung

Bei Interesse nehmen Sie bitte telefonisch oder persönlich Kontakt zu uns auf.

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Luxusgut Wohnraum?! - Jeder Mensch braucht ein Zuhause!

Rüsselsheimer Kreuzgänge machen Station am Caritaszentrum Dicker Busch

Unter dem Leitthema "Verraten und verkauft?" versammelten sich engagierte Christinnen und Christen mittwochs in der Fastenzeit, um Missstände und Fehlentwicklungen in der Gesellschaft zu beschreiben und in den Blick zu nehmen.

Dabei hätte das Thema am Caritaszentrum Dicker Busch kaum aktueller sein können, denn unter dem Motto "Luxusgut Wohnraum?!" nahmen Mitarbeiter/innen der Caritas bei dieser Station die Wohnungsnot vieler Menschen und den Mietwucher in den Blick und im doppelten Sinne ins Gebet und mahnten dazu, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen.

Auf dem Kreuz, dass sinnbildlich dafür stehen soll, welches Leid Menschen einander antun, wurden die Kreuzbalken von Station zu Station thematisch gestaltet. So wurde kurzerhand von den Mitarbeiter/innen der Caritas das Kreuz zur Wohnungsbörse umfunktioniert. Während Wohnungsangebote immer komplett abgerissen waren, standen die unberührten Abreißzettel der Wohnungsgesuche sinnbildlich für die grassierende Wohnungsnot.

In seinem inhaltlichen Statement setzte sich der Leiter des Caritaszentrums Rüsselsheim Eric Niekisch, mit Ursachen und Auswirkungen der Wohnungsnot auseinander.

Niekisch wies darauf hin, das Mangel an Wohnraum, längst ein Problem sei, dass in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist, wenngleich es Menschen in Armut und Notsituationen besonders hart treffe. Die Gründe hierzu seien vielfältig so haben Zuzug und die Aufnahme von  Geflüchteten die Kommunen vielerorts stärker wachsen lassen, als zunächst geplant, aber vor allem auch die Wohngewohnheiten hätten sich in den letzten Jahren stark verändert. So hätte gerade der Anteil an Ein- bis Zwei-Personen-Haushalte im Kreis Groß-Gerau in den letzten Jahren um 70 % zugenommen.

Kreuzgang in Rüsselsheim

Als Hauptgrund für den Rückgang an bezahlbarem Wohnraum nannte Niekisch allerdings den Verlust von sozial gebundenen Wohnungen. Durch die Aufhebung der Wohnungsgemeinnützigkeit Anfang der 1990er Jahre, seien über zwei Millionen Wohnungen der öffentlichen Hand privatisiert worden. Während es 1987 noch 3,9 Millionen Sozialwohnungen in Deutschland gab, waren es 2015 gerade mal noch 1,3 Millionen und auch die Zahl der Neubauten, decke nicht annähernd den Bedarf. Da Immobilien zu attraktiven Renditeobjekten geworden sind, werde zu wenig und zu teuer gebaut, so Niekisch.

Dabei greife Wohnungsmangel tief in das Leben der Menschen ein. Eine Wohnung diene als Rückzugsort und zentraler Lebensmittelpunkt. Ebenso sei sie wichtige Voraussetzung sozialer Teilhabe, betonte Niekisch, "Kinder spielen hier mit ihren Freunden, Verwandte und Freunde werden eingeladen und bewirtet."

Zwar werde sowohl in der Europäischen Sozialcharta, als auch in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte von einem (Menschen-) Recht auf Wohnen gesprochen,  mittlerweile sei Wohnungsnot aber zu einer sozialen Wirklichkeit geworden, die gesellschaftspolitisches Konfliktpotenzial in sich berge. Indem immer mehr Menschen die Erfahrung machen, dass sie nahezu chancenlos auf dem Wohnungsmarkt sind oder damit umzugehen haben, dass mehr als ein Drittel ihres Einkommens für Miete und Wohnkosten verwendet werden müssen, gefährde dies langfristig auch den gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Den Kommunen sprach Niekisch eine besondere Bedeutung zu, da sie einen wesentlichen Beitrag zu einer sozial ausgerichteten Wohnungspolitik leisten können. Hier hob er die Stadt Rüsselsheim als positives Beispiel hervor. Liege doch der Anteil an  Sozialwohnungen deutlich über dem Durchschnitt anderer Kommunen.

Niekisch schloss mit Ergebnissen aus der im letzten Jahr vorgestellten Caritasstudie, der zufolge bezahlbarer Wohnraum, neben Pflege, Kinderarmut und Alterssicherung zu den drängendsten politischen Themen gehöre.

Im Anschluss an die Ausführungen von Eric Niekisch berichteten direkt Betroffene von Ihren "Kreuzerfahrungen" während ihrer Wohnungssuche.

Kreuzgang in Rüsselsheim

Das Schicksal eines kamerunischen Studenten, der trotz Studienplatzes und guter Deutschkenntnisse von Vermietern abgelehnt wird, die Erfahrungen alleinerziehender Mütter, die auf das Wohlwollen der Vermieter angewiesen sind und der Alltag arbeitsloser Bürger, die von Sozialwohnungen abhängig sind - sie alle meldeten sich zu Wort und gaben der Wohnungsnot dadurch ein Gesicht.

Bei den Rüsselsheimer "Kreuzgängen" handelt es sich um eine ökumenische Aktion engagierter Christinnen und Christen in Rüsselsheim zusammen mit dem Evangelischen Dekanat Groß-Gerau-Rüsselsheim, der KAB Rüsselsheim, dem Caritaszentrum Rüsselsheim, dem katholischen Dekanat Rüsselsheim und der Katholischen Arbeitnehmer*innen- und Betriebsseelsorge Südhessen. ______________________________________________________________________________________

Eltern- Kindtreff

Einelternbrunch 2019

Internationaler Tanztreff für Frauen und Mädchen

Aktion Schulranzen

Theater Mutabor

Angebote Caritasnetzwerk Gernsheim